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Das Grundrecht der Gewissensfreiheit
Eine bibliographische Datenbank
herausgegeben von Dr. iur. Paul Tiedemann

1. Gewissensfreiheit allgemein
1.2. Literatur
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Link, Christoph

Herrschaftsordnung und bürgerliche Freiheit. Grenzen der Staatsgewalt in der älteren deutschen Staatslehre

Köln 1979

Die ausführliche Untersuchung teilt sich in drei größere Abschnitte.

1. Zunächst widmet sich Link der naturrechtlichen Lehre vom totalen Staat, dessen Grenze zum Gewissen des Einzelnen hin nur das forum internum darstellt (Hobbes), und deren Echo in der der deutschen Staatslehre bis Kant. Behandelt werden insbesondere das Problem der Souveränität, der Widerstreit zur Rechtsstaatlichkeit, enge und weitere Auslegungen des Staatszwecks, das Verhältnis von Staatsgewalt und subjektiven Rechten (Privilegien, Eigentum), die Bindung an die Verfassung und das Widerstandsrecht.

2. Der zweite Abschnitt stellt die Lehre vom ius divinum in der katholische und protestantischen Staatslehre und in der Naturrechtslehre (Grotius, Pufendorf) sowie deren Schicksal in der deutschen Aufklärung (Thomasius) dar.

3. In einem Exkurs beschäftigt sich Link mit den Folgerungen aus dem neuen Verständnis des ius divinum für den Staatsbegriff und die staatskirchenrechtliche Theorie der Aufklärung sowie mit der Erstreckung des Korporationsrechts auf die Kirchen als staatsrechtlichem Programm des Kollegialismus. hm