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Das Grundrecht der Gewissensfreiheit
Eine bibliographische Datenbank
herausgegeben von Dr. iur. Paul Tiedemann

1. Gewissensfreiheit allgemein
1.2. Literatur
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Lecler, Joseph
Die Gewissensfreiheit. Anfänge und verschiedene Auslegung des Begriffs
in: Heinrich Luth (Hrsg.), Zur Geschichte der Toleranz und Religionsfreiheit
Darmstadt 1977

Lecler widmet sich in den vier Teilen seines Beitrags der Ideengeschichte der Gewissensfreiheit in engem Zusammenhang mit der Religionsfreiheit.

Er stellt die reformatorische Auffassung von der Bindung des Gewissens an die Heilige Schrift (Luther, Calvin, Melanchthon) dem "Adogmatismus" der Basler Theologen gegenüber, denen die Reformatoren religiösen Subjektivismus und "Indifferenz in einer bedingungslosen Ausbeutung der 'Gewissensfreiheit'" (370) vorwarfen.

Dabei habe sich im 16. Jahrhundert das Verbot des Gewissenszwangs herauskristallisiert. Richtig sei es, "'das Gewissen nicht zu zwingen', sein Geheimnis zu achten, in dem die Beziehungen zwischen Gott und Mensch beschlossen sind." (371) hm