Inhaltsliste
Das Grundrecht der Gewissensfreiheit
Eine bibliographische Datenbank
herausgegeben von Dr. iur. Paul Tiedemann

0. Gewissensfreiheit allgemein
0.3 Geistesgeschichtliche Literatur
Zur Startseite


Rudolf Branko Hein
"Gewissen" bei Adrian von Utrecht (Hadrian VI.), Erasmus von Rotterdam und Thomas More.
Ein Beitrag zur systematischen Analyse des Gewissensbegriffs in der katholischen nordeuropäischen Renaissance.
Münster: Lit Verlag 1999 (540 Seiten)

Aus dem Klappentext:
Sowohl in der katholischen Moraltheologie als auch in anderen Bereichen des ethischen Dialogs beruft man sich gern auf "das Gewissen", wobei nicht selten auf die Begriffsgeschichte rekurriert wird. Die Arbeit (eine 1998 an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster angenommene Dissertation) nimmt den Versuch, der spannungsvollen Mehrschichtigkeit dieser vielgestalteten Größe in der nordeuropäischen Renaissance auf die Spur zu kommen, einer Epoche, die wie die unsrige von gravierenden gesellschaftlichen, weltanschaulichen und religiösen Umbrüchen gekennzeichnet ist. Anhand dreier für ihre Zeit und die unterschiedlichen Anschauungen exemplarischer Autoren - Adrian von Utrecht, Erasmus von Rotterdam und Thomas More, wird die Spannung zwischen intellektueller Reflexion und existenzieller Konfrontation aufgezeigt, die den Phänomenen innewohnt, die wir mit "Gewissen" bezeichnen.

Die Untersuchung setzt ein bei einer sprachanalytischen Differenzierung der unterschiedlichen Bedeutung der Vokabel "Gewissen", um schließlich zu einem phänomenologisch begründeten Raster zu gelangen, das den nachfolgenden ideengeschichtlichen Untersuchungen zugrundegelegt werden kann.

[pt]